FinRep

Reporting von aufsichtsrechtlichen Finanzinformationen

Meldepflicht nach FinRep - jetzt auch für HGB-Institute

Meldepflichtig nach FinRep – das gilt seit 30. Juni 2017 auch für weniger bedeutende HGB-Bilanzierer sowie in Deutschland ansässige Tochterunternehmen von nicht durch die EZB beaufsichtigten Kreditinstituten (z. B. aus Großbritannien). Ziel der neuen Meldung nach FinRep ist es, ein einheitliches und europaweit vergleichbares Meldewesen für Finanzinformationen sicherzustellen und bestehende Datenlücken zu schließen.

Was durch die Ausweitung der Meldepflicht nach FinRep auf HGB-Bilanzierer zukommt

Die Meldung aufsichtsrechtlicher Finanzinformationen erfordert Daten aus verschiedenen Bereichen eines Kreditinstituts. Die Basis dafür bilden Bilanz- und GuV-Daten aus dem Rechnungswesen, die durch Informationen aus dem Meldewesen (zum Beispiel Kontrahentengruppen, Sicherheiten) und Risikocontrolling (zum Beispiel Risikovorsorge, Ausfallengagements) ergänzt werden. Damit unterscheidet FinRep sich deutlich von den bisherigen nationalen Meldeanforderungen und macht eine organisationsübergreifende Kollaboration und die Anpassung bestimmter Ablaufprozesse notwendig.

Herausforderungen entstehen, vor allem für weniger bedeutete Institute, durch die erstmalige Identifikation und fortwährende Darstellung der sogenannte Forborne Exposures (gestundete Kredite). Diese - nicht zwangsläufig mit Risikovorsorge versehenen Zugeständnisse an Kreditnehmer, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind - wurden von den meisten Instituten bislang weder erhoben noch können sie lückenlos nachverfolgt werden. Auch die für FinRep geforderte Aufschlüsselung der Kredite in Rückstandsbändern sowie in wertberichtigte und nach CRR ausgefallene Kredite für vertragsgemäß bediente und für notleidende Kredite stellt eine neue Herausforderung dar.

Wie geht es weiter?

Auch in Zukunft entstehen durch die Anpassungen der FinRep-Meldetemplates aufgrund neuer Rechnungslegungsstandards oder Aktualisierungen zugrundeliegender Verordnungen neue Aufgaben für Kreditinstitute. Aktuell führt der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 9 "Finanzinstrumente" zur Überarbeitung der Durchführungsverordnung (EU) 680/2014 und der EZB-Verordnung (EU) 2015/534. Darin enthalten sind Anpassungen an der Struktur und der Inhalte der Templates aufgrund der neuen Kategorisierung der Finanzinstrumente und der Änderungen der Ansatz- und Bewertungskriterien. Im Rahmen der Harmonisierung des Meldewesens betreffen die Änderungen sowohl IFRS- als auch HGB-Institute. 

Die neuen FinRep-Templates gelten ab dem 1. Januar 2018 für bedeutende Institute und gemäß Verordnung über den Anwendungszeitpunkt der Meldeanforderungen (ECB/2017/26) ab dem 1. Januar 2019 für weniger bedeutende Institute.

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